Mobile Monday in Düsseldorf
Gestern hatte ich einmal wieder das Vergnügen den “Mobile Monday” in Düsseldorf zu moderieren. Das Thema “Mobile User Interfaces” hatte den Veranstaltern über 180 Anmeldungen beschert, so dass sich trotz winterlicher Temperaturen draußen, eine wohlige Atmosphäre im “Spoerl am Ey” ausbreitete.
Verwunderlich war der Erfolg sicher nicht, wenn man bedenkt, dass “User Interfaces” schon immer ein Schlüssel zum Erfolg in der digitalen Welt waren - auch der PC trat erst wirklich seinen Siegeszug an, als die grafische Oberfläche des ersten Mac-Computers den grauen (oder auch mal bernsteinfarbenen) Charme der DOS-Bildschirme ablöste und den Weg in die “Windows” beherrschte Zukunft wies. Ähnliches ist sicher auch in der mobilen Welt zu erwarten.
A propos: Wie TNS Infratest gerade recht zur Veranstaltung vermeldete nutzen bereits 10,4 Millionen Deutsche - immerhin 16% der Bevölkerung über 14 Jahre - das “Mobile Web”, oder genauer gesagt, mobile Internet Anwendungen - wie etwa E-Mail. Ansonsten sind die beliebtesten Destinationen im mobilen Internet die gleichen wie im konventionellen: Suchmaschinen, Nachrichten und Wetter. Das allerdings überwiegend noch im ebenso grottenhässlichen wie wenig nutzungsfreundlichen WAP-Format - wie Christian Reitz von Netbiscuits demonstrierte. Dass das nicht so sein muss, dass wir alle nicht einmal auf neue Endgeräte mit besseren Darstellungsmöglichkeiten - von iPhone bis Omnia - warten müssen, zeigte er gleich anschließend mit einigen eindrucksvollen Beispielen von wirklich gelungenen, für die mobile Nutzung optimierten Websites.
Zu verblüffen vermochte auch Oliver Kühn mit “Skobler”, einer neuen, mobilen Anwendung des Navigations-Spezialisten Navigon: Skobler weiß nicht nur zwischen Auto- und Fußgänger-Modus zu unterscheiden, sowie den aktuellen Standort von “Freunden” anzuzeigen - Skpbler erlaubt auch den Versand einer Adresse ans Handy, auf dem Skobler mir dann gleich die Route dorthin berechnet, ohne die lästige, und auf den meisten Phones immer noch recht umständliche Eingabe der Adresse. Feine Sache!
Interessante Einsichten und Neuigkeiten hatte auch Christopher Billich, Vice-President des japanischen Unternehmens Infinita, auf der Festplatte. Verpackt in einer wirklichen großartigen Präsentation, die das Publikum mehr als einmal mit Applaus und herzhaften Lachern bedachte. Christopher schilderte eindrucksvoll, die Perspektiven, die ein Land, in dem ca. 90% der jüngeren Nutzer über eine mobile Flatrate verfügen und dessen Mobilfunk-Provider konsequent offene Plattformen betreiben, aufzuweisen hat. Insbesondere das, nicht nur für den Mobilfunk-Markt gültige, japanische “Business-Mantra”: “Nützlich” sind bequeme und wohltuende Lösungen eines Problems!
Dies waren nur drei der insgesamt fünf Präsentationen des Abends. Aber sie allein waren den Besuch des Mobile Monday in Düsseldorf wert. Die Präsentationen gibt es (demnächst) auch zum Donwload.
Check out Mobile Monday in a city near you!



Habe nun, ach! Philosophie, Theaterwissenschaft und Politikologie studiert, mit heißem Bemühn,
nur um als Regisseur beim Fernsehen zu arbeiten und später die F.T.T. Medienagentur mt zu begründen,
wo wir uns vor allem mit interaktiver Kommunikation und Internet-Anwendungen für zum Teil sehr große
Unternehmen befassten. Heute liegt der Schwerpunkt unserer Beratung bei Online-Marketing- und
E-Commerce-Strategien im Umfeld von Web 2.0. Zusammen mit meinem Freund und Mitstreiter Tim
Cole moderierte ich unter anderem die Sendung “eTalk” bei n-tv und später bei N24, schrieb und
schreibe Kolumnen sowie Beiträge in Fachbüchern, veranstalte Seminare und halte Vorträge über
Themen wie Internet-Marketing, E-Commerce und Kommunikationsphilosophie - also hat sich das
heiße Bemühen meiner jungen Jahre vielleicht doch gelohnt.