Google: Wann kommt “Mobile Chrome”

In den letzten Tagen gab es im Web nur ein Thema: Den neuen Google-Browser “Chrome“. Das Für und Wider der Meinungen war engagiert und laut, oft allerdings auch von wenig Sachkenntnis getrübt. Dass das auch ganz anders geht, hat Johnny Häusler mit einem sehr guten Artikel auf “Spreeblick” gezeigt - vielen Dank dafür, Johnny!

Doch in einem Punkt waren sich Blogger und professionelle Kritiker (aka Technik-Journalisten) weitgehend einig: Chrome ist schnell. Sehr schnell. Zumindest schneller als der Wettbewerb von Internet Explorer bis Firefox und Apple’s Safari. Obwohl Chrome die gleiche “Render-Engine” zur Darstellung der Seiten benutzt wie letzterer. Warum ist Chrome also noch schneller?

Das liegt an “V8″ - einer unter der Leitung von Lars Bak komplett neu entwickelten Umgebung, auch “Virtual Machine” genannt, für die Verarbeitung von JavaScript. Und die ist leistungsfähiger und schneller als alles andere auf dem Markt. So weit so gut - für alle Technik-Freaks. Wer mehr darüber erfahren will, schaue sich in Ruhe den eingangs verlinkten Comic zu Chrome an.

Chrome Comic

Chrome Comic

Aber was geht das uns, die mobilen Web-Nutzer an? Eine ganze Menge.

 

V8 macht Chrome nicht nur rattenschnell und spart dabei auch noch (insbesondere auf mobilen Endgeräten immer) knappe Rechenpower ein, sondern ist speziell auf die schnelle Verarbeitung von Seiten, die Javascript enthalten, getrimmt. Kann also jede Art von darauf basierenden Anwendungen “optimieren” - zumndest das, was wir als Nutzer davon erleben - ihre Performance. Nicht nur die allseits bekannten Google-Anwendungen von “Docs” bis “Maps”, sondern jede Form ähnlich konzipierter Applikationen.

Und die kann jeder für den Open-Source-Browser Chrome, wie auch für das ebenso “offene” mobile Betriebssystem “Android” entwickeln. Wie daraus sehr schnell ein ganzes “Öko-System” von (für Entwickler wie Nutzer) interessanten Anwendungen entstehen kann, hat Apple gerade mit seinem “App-Store” für das iPhone bewiesen. Und einen ähnlichen “Marktplatz” für Anwendungen wird es auch für Android geben - das hat Google bereits verlauten lassen.

Und nun hat Google-Gründer Sergey Brin bei der Chrome-Vorstellung mitgeteilt, dass die Entwickler-Teams von Android und Chrome sich auch bisher schon “ausgetauscht” haben, und diese Zusammenarbeit nun, nach dem der Druck des ersten Releases nachlassen wird, noch intensivieren werden. Und V8-Genius Lars Bak deutete bei der gleichen Veranstaltung an, wohin die Reise gehen könnte: “Wenn man den Leistungsbedarf in mobilen Geräten senken will, kann V8 eine gute Wahl sein.”

Und wer nicht ganz so skandinavisch-zurückhaltend ist wie der Kollege Bak kann sich nun schon ausmalen, was da kommen wird: Eine genau auf Android abgestimmte Version von Chrome zur optimalen Darstellung einer ganzen Palette neuer Android-Anwendungen für das mobile Web. Wenn das keine gute Nachricht für uns Nutzer ist! Wir dürfen also mehr als gespannt sein, was da in den nächsten Wochen auf uns alle zukommen wird.

We’ll keep you posted!

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